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Bereits seit einigen Jahren beteilige ich mich am bundesweiten
Vorlesetag Ende November.
Initiert wird dieser von der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Stiftung Lesen
und findet mittlerweile auch eine sehr breite Unterstützung seitens vieler
Partner. Mir selbst macht es als Politiker Spass, mich einmal mit den "Wählern
von Morgen" zu unterhalten, Kinder zu begeistern und ihnen Lesefreude zu
vermitteln. Vielleicht werden sie dadurch auch animiert, selbst einmal zu
einem Buch zu greifen und nicht den ganzen Tag vor der "Glotze" zu lungern.
In vergangenen Jahren war ich bei Kindergartenkindern, die an der Schwelle zum
Schuleintritt standen, und habe dort vorgelesen. Wir haben da den Alltag eines
Feuerwehrmannes kennen gelernt oder die Abenteuer der kleinen Motzkuh erlebt.
Diesmal besuchte ich eine vierte Klasse der Erfurter "Astrid-Lindgren-Schule".
Hier wählte ich zum Vorlesen das Buch der österreichischen Autorin Renate Welsh
"Sonst bist du dran". Das Buch erzählt eine Geschichte von Gewalt an der Schule
- einer leider auch bei uns immer stärker werdenden Erscheinung. Michel aus der 4.
Klasse wird hier in Gewissenskonflikte gebracht. Aber das Buch bringt auch eine
ungewöhnliche Lösung.
Ich hoffe, mit dieser Stunde bei meinen jungen Zuhörern ein Nachdenken über eigenes
Verhalten und Handeln ausgelöst zu haben.
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