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Am 13. Januar 2011 brachte ich im Thüringer Landtag auf einer
Pressekonferenz zur Medienpolitik als medienpolitischer Sprecher
der Linksfraktion unsere Positionen zum Ausdruck. Die Thematik
fand dabei große journalistisches Resonanz.
Zunächst ging ich auf die Beantwortung unserer großen Anfrage
an die Landesregierung zur „Situation der lokalen Medienlandschaft
in Thüringen im Jahre 2010“ ein. Ich kritisierte zunächst den Umstand,
dass sich die Landesregierung einmal für die Beantwortung der Fragen
viel Zeit gelassen hat – Anfang Dezember war ich gebeten worden, mich
auf die Antworten doch noch einen Monat länger zu gedulden. Des
weiteren warf ich dann der Landesregierung vor, die aktuellen
Entwicklungen in der Medienpolitik nicht ernst zu nehmen, was ich aus
der Art und Weise der Beantwortung vieler Fragen schließe, die
teilweise dahingehend beantwortet wurden, dass zu der gestellten Frage
bei der Landesregierung keine Erkenntnisse vorlägen. Hier kann schon
die Frage erlaubt sein, wie die Regierung das Land regieren will, wenn
sie zu und über viele Sachverhalte eigentlich keine Kenntnis hat?
Auch muss ich gestehen, dass mich diese Art von Antworten total
verwunderte, da ich einen Vergleich mit gegebenen Antworten
auf eine ähnliche Anfrage in Nordrhein-Westfahlen anstellen konnte.
Die erhaltenen teils dürren Antworten zur Situation der lokalen Medienlandschaft
in Thüringen zeugen davon, dass die Landesregierung hier offenbar weder
Informations- noch Handlungsbedarf sieht. Dabei vollziehen sich dramatische
Entwicklungen insbesondere in der Presselandschaft. So sehe ich schon angesichts
des sich seit 1990 vollziehenden Auflagenrückgangs die Pressevielfalt in
Gefahr. Wohlgemerkt, ich sehe die Pressefreiheit nicht in Gefahr, aber
die Vielfalt der Medienlandschaft geht verloren.
Doch sehen Sie unten selbst, welche Antworten man uns auf unsere Fragen gab.
Weitere Themen über die ich noch auf der Pressekonferenz informierte - zu denen
es auch viele Nachfragen gab - waren:
- der Betrugsskandal beim öffentlich-rechtlichen Kinderkanal
hier fordert die Linksfraktion auch mit Blick auf die Sitzung des zuständigen
Landtagsausschusses für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten am 21. Januar
umfassende Aufklärung (und wir behalten es uns vor, zu beantragen, MDR-Intendant
Reiter vorzuladen und zu befragen)
– die Rundfunkgebührenreform sowie
- der Jugendmedienschutzstaatsvertrag.
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lokalen Medienlandschaft in Thüringen im Jahre 2010“
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