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Warnstreik in Erfurt
Am 10. Mai organisierte die IG Metall mit Arbeitern und Angestellten
mehrerer Erfurter Unternehmen in der Mittagszeit einen Warnstreik.
Damit wurde auf die berechtigten Forderungen der Gewerkschaft in der
aktuellen Tarifauseinandersetzung aufmerksam gemacht.
Auf der Kreuzung Salinestraße/Paul-Schäfer-Str. überbrachte ich die
solidarische Grußbotschaft der Linksfraktion im Thüringer Landtag
an die Streikenden von Schuler und Siemens.
Etwa 600 Demonstrationsteilnehmer waren hier in zwei Marschblöcken
zusammengestoßen und legten den Verkehr auf dieser vielbefahrenen
Straße für eine halbe Stunde lahm.
Dann marschierte man in einem Block zu Umformtechnik,
wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche
in dem Tarifbezirk 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von
Ausgebildeten und mehr Mitbestimmung für Betriebsräte bei Zeitarbeitern.
Das derzeitige Angebot von der Arbeitgeberseite - nicht mal drei Prozent
mehr Lohn und Gehalt - wird als Provokation gewertet und daher abgelehnt.
Für mich war es erfrischend, unter den Demonstranten viele junge Menschen zu
sehen, die ihre Forderungen aktiv mit zum Ausdruck brachten.
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