20. April 2018

Radiocontainer mit Jugendkonferenz wieder eröffnet

Mit "BÄMM": die erste Jugendkonferenz in Südost

Interviews am Container (hier mit Ronny Schubert vom Jugendhaus Drosselberg)

Die Projekte werden bewertet

Wie kann es weiter gehen?

Kleiner Lokalpolitische Plausch mit Matthias Bärwolff (rechts, Auschussvorsitzender Bauen und Verkehr) und Jürgen Czentarra (links, Ortsteilbürgermeister Herrenberg)

Der Radiocontainer am Melchendorfer Markt ist schon fast so etwas wie eine Institution. Er macht selbst Angebote und er wird für Angebote genutzt. Ich freue mich sehr, dass er auch in diesem Jahr aus dem Südosten sendet und habe mich bei der Jugendkonferenz, die zur Eröffnung stattfand, umgeschaut.

Mit dem einprägsamen Titel "BÄMM" (mein Beteiligung, Äction, Meine Meinung) führt das Beteiligungsmanagement der Stadt Erfurt in diesem Jahr mehrere Jugendkonferenzen durch. Aufgefordert sind engagierte junge Menschen, u.a. aus Jugendhäusern oder aus anderen Einrichtungen, teilzunehmen und sich einzubringen. Dabei kann es um feststehende Themen aber auch um eigene Vorschläge gehen. Dazu ist die Kommunalpolitik eingeladen, sich zu informieren, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und natürlich die Idee mitzunehmen.

Die erste Jugendkonferenz im Südosten am Melchendorfer Markt war sehr gut besucht, alle Jugendhäuser haben sich beteiligt und auch die Streetworker waren gekommen. Unterstützt und in den Äther geschickt wurde die Veranstaltung von Radio Frei, denn die Jugendkonferenz war gleichzeitig die Eröffnung für ihren Radiocontainer.

Nach einigen Eingangsstatements und Erläuterungen konnte es dann losgehen. Gesetzt war das Thema Skatepark-Südost, aber die TeilnehmerInnen waren aufgefordert, auch eigene Vorschläge für die Verbesserung des Quartiers zu machen. Genannt wurden dabei ein Frei- oder ein Hallenbad, mehr öffentlicher Raum zum Abhängen oder auch mehr kulturelle Veranstaltungen für Jugendliche. Dann waren alle aufgefordert, diese Vorschläge zu bewerten. Mit großem Abstand wurde dabei der Wunsch nach einem Hallenbad auf Platz Eins gewählt.

Dann wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen das weitere Vorgehen besprochen: wie kann ein Wunsch umgesetzt werden, was können wir dafür tun, welche weiteren Schritte sind notwendig, wer muss angesprochen werden?

Ich habe interessiert zugehört und fand das engagierte Mitmachen sehr positiv. Beim Skatepark ging die Tendenz für einen Standort in Richtung der kleinen Sportanlage am Rottenbacher Weg, wo schon eine (sehr alte und lädierte) Halfpipe steht. Und das Hallenbad? Da werden alle Akteure einen sehr langen Atem haben müssen, wenn wir dieses Projekt wirklich angehen wollen...