11. September 2017

Wenn eine Flussschleife eröffnet wird...

Der Star des Tages: die neue Geraschleife

Die Umweltministerin Anja Siegesmund und die zuständige Dezernentin Kathrin Hoyer erschienen standesgemäß mit dem Rad. Rechts im Bild: Martin Fäustel, Präsident der TLUG

Auch die Bauarbeiter und die mit der Maßnahme betrauten MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung waren zahlreich erschienen.

Am Ende konnten sich die Eröffnungsgäste bei einem kleinen Imbiss stärken

Seit dem Jahr 2010 baut die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) die Gera im Bereich der Stadt Erfurt um. Wichtigster Teil ist eine neue Schleife, die den Rückbau des Wehres Gispersleben ausgleicht. Jetzt wurde sie symbolisch eröffnet. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Bundesgartenschau 2021.

Man kann allen LeserInnen nur empfehlen im Rahmen eines Spazierganges oder einer kleinen Radtour von der Sportanlage Nordpark bis zum Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks in Gispersleben die Gera neu zu entdecken. Nichts erinnert hier mehr an den eingezwängten Fluss, der mit atypischen Uferpflanzen den Hochwassern und der damit verbundenen Erosion kaum mehr standhalten konnte.

Daran erinnerte auch Martin Feustel, der Präsident der TLUG bei der Eröffnung. Er nannte die 4,5 Mio. Euro, die allein die Flussschleife gekostet hat, gut angelegtes Geld im Hochwasserschutz und in die Aufenthaltsqualität des neu entstandenen Freizeitgebietes. Er lobte, wie alle anderen RednerInnen auch, die dabei beispielhaft geführte Kommunikation mit AnwohnerInnen und Interessierten. Dies ist, da waren sich alle einig, insbesondere ein Verdienst von Marcel Glebe, dem in Erfurt wohnenden Projektleiter der TLUG.

Anja Siegmund, die Umweltministerin des Freistaates erinnerte an die vielen noch nicht renaturierten Flussläufe im Land und nannte es eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft, diese Fehler der Vergangenheit zu beseitigen. Und Andreas Bausewein, der Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, schlug den Bogen zur Bundesgartenschau, die 2021 in der Blumenstadt stattfinden wird.

Mit der BUGA sind Investitionen in Millionenhöhe in die Infrastruktur der Stadt verbunden, die ohne die für die Gartenschau fließenden Fördermittel so niemals möglich wären. Er verwies auf das zur Zeit noch brach liegende Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks, daß Teil der Teil der Dauermaßnahmen am Rand der BUGA ist und u.a. einen neuen Festplatz für den Ortsteil Gispersleben beinhalten wird.

DIE TLUG hat zu den Maßnahmen in der Geraaue Anfang 2016 eine Broschüre herausgegeben, die Sie HIER herunterladen können.