19. Juni 2012

Für einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal!

Anlässlich des Besuchs der MDR-Intendatin Prof. Dr. Karola Wille bei der Thüringer Landesmedienanstalt erinnert der medienpolitische Sprecher der Linksfraktion, André Blechschmidt, an die Forderung nach einem öffentlich-rechtlichen Jugendkanal:

„Auch junge Menschen sehen fern. Viele Angebote von ARD und ZDF sind leider so gemacht, dass sie junge Menschen nicht ansprechen. Und dies, obwohl sie wie die Älteren die Rundfunkgebühr bezahlen. Wer von allen den Rundfunkbeitrag will, der steht auch in der Pflicht, allen innerhalb seiner Programme etwas zu bieten. Davon sind ARD und ZDF derzeit weit entfernt.“

In Kindheit und Jugend würden Hör- und Sehgewohnheiten geprägt. Wer nur Kindern und dann wieder den Generationen ab 50 im Fernsehen adäquate Angebote unterbreite, brauche sich nicht zu wundern, wenn die anderen Altersstufen zu den Programmen der privaten Rundfunkanbieter abwandern. „Somit ist ein öffentlich-rechtliches Fernsehangebot für junge Menschen auch eine Frage des Fortbestehens und der Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“, unterstreicht der Linksfraktionär.

Die Aufteilung ‚ jugendgerechter‘ Programmbausteine auf schon vorhandene Strukturen halte DIE LINKE für unzureichend. Ein eigenständiges Programmkonzept, das auf Sende-Erfahrungen von KI.KA, ZDFneo, ZDFkultur und der modernisierten Neufassung von EinsPlus aufbaut, entspreche besser den heutigen Bedürfnissen und Sehgewohnheiten Jugendlicher.

„Mit einem solchen Jugend-TV-Kanal würden ARD und ZDF beweisen, dass sie aus sich heraus reformfähig sind. Wir erwarten von den Sendern ein Konzept, das öffentlich-rechtlichen Maßstäben genügt, um es nach Maßgaben staatsvertraglicher Regelungen umzusetzen“, so Blechschmidt abschließend.