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Kunsthandwerk aus Niedernissa

750 Jahre Niedernissa!

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Ortsvereinsvorsitzende Schaubs (links) und Ortsteilbürgermeister Schmidt (2v.r.) bei der Eröffnung. Ganz rechts Pfarrer Uwe Edom.
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Die Dorffrauen haben meterlange Wimpelketten genäht, die das gesamte Festgelände schmückten
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Blick in einen Hof
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Noch immer "Stein des Anstoßes": der Sirenenmast auf dem Anger

1268 als "Nuyse(l)ze" erstmals urkundlich erwähnt gehörte Niedernissa damals zur Grafschaft Vieselbach (!). Das war auf jeden Fall ein Grund zu feiern und sich zu präsentieren.

In seiner Eröffnungsrede beschrieb der Ortsteilbürgermeister, Roland Schmitt, die wechselhafte Geschichte des Ortes. Im 14. Jahrhundert wurde der Ort von der Stadt Erfurt gekauft, kam mit ihr 1802 zu Preußen. Seit 1816 gehört es in dem neu gebildeten Landkreis Erfurt an und wird 1950 als Ortsteil in die Gemeinde Windischholzhausen eingegliedert. 1994 kam Niedernissa dann im Rahmen der Kommunalreform endgültig zur Stadt Erfurt zurück.

Auch die Einwohnerentwicklung kann sich sehen lassen. Um 1900 herum noch rund 200 Einwohner stieg die Zahl kontinuierlich leicht an. 1995 waren 643 Personen zu zählen, 2010 schon 1560 und aktuell rund 1700.

Das machte sich auch bei der Festveranstaltung bemerkbar, die Bänke und die Stände waren gut gefüllt bzw. besucht. Insbesondere die geöffneten Höfe luden mit Kunsthandwerk, speziellen Speisen und Obst- und Gemüse zum Besichtigen und natürlich Einkaufen ein. Dazu passte auch die Krönung des 1. Marmeladenkönigs (Georg Mayer gewann mit einer Kreation aus Erdbeere mit Minze und Aperol).

Mit musikalischer Umrahmung, einer Baggerversteigerung zugunsten sozialer Projekte, Ponyreiten, Tanz- und Theatervorführungen hatte der Ortsverein, an der Spitze Christine Schaubs, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Daran erinnerte Frau Schaubs bei der Eröffnung und dankte den rund 50 Aktiven, darunter den 30 Mitgliedern des Ortsvereins, für ihre Initiative und Unterstützung.

Am Rande wurde ich vom Ortsteilbürgermeister noch einmal auf den Sirenenmast auf dem Dorfanger angesprochen. Nach wie vor sei ungeklärt, wer eigentlich wann welche Entscheidung getroffen hat und wie diese kommuniziert wurde. Das führe nach wie vor für Unmut im Ort. Ich werde dazu eine Anfrage an den Oberbürgermeister stellen.

Eine Bilderserie vom Jubiläumsfest auf meiner Seite finden Sie HIER und hier die Seite des Ortsvereins Niedernissa mit Bildern und berichten 

UPDATE: Die Anfrage und die Antwort des Oberbürgermeisters zum Thema Sirenenmast können Sie HIER nachlesen.