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Triangel, Fantasiemonster und Fabelwesen

Fußgängerunterführung neu gestaltet

Durchgang vom Herrenberg zur Haltestelle
Hoffentlich bleiben die farbenfrohen Bilder lange erhalten

Die Unterführung an der Haltestelle Abzweig Wiesenhügel ist nicht besonders einladend. Abends ziemlich dunkel, tagsüber oft verschmutzt, die Wände mit wildem Graffiti beschmiert. Ein Kunstprojekt, das die Wände mit Wandzeitungen zu einer Art senkrechten Bibliothek machte, war binnen kürzester Zeit zerstört. Nun hat sich das Stadtteilzentrum Herrenberg (STZ) mit Hilfe der beiden Graffiti-Künstler Veit Gossler und Michael Großmann-Schuh der Seite der Unterführung zum Herrenberg hin angenommen.

Knapp 30 Heranwachsende in zwei Gruppen lernten in den ersten beiden Wochen der Sommerferien eine Menge über die Ursprünge der Graffitikunst und ihre vielfältigen Gestaltungsformen. Auch der Weg von der Idee zur Umsetzung wurde ihnen innerhalb der fünf Projekttage anschaulich verdeutlicht.

Neben ersten Sprühübungen wurden zu Beginn Skizzen entworfen. Der Fantasie der Teilnehmenden waren dabei künstlerisch keine Grenzen gesetzt. Die Mädchen und Jungen setzten sehr motiviert ihre eigenen Entwürfe innerhalb eines Rasters aus gleichgroßen Rauten an zwei großen Wänden der Straßenbahnunterführung um. Lustige Monster, verschiedene Pflanzen- und Tiermotive und unterschiedlichen Schriftzüge und Fantasiegebilde laden jetzt die BahnfahrerInnen und Passanten vom Herrenberg und vom Wiesenhügel auch mal zum Verweilen und Betrachten ein.

Bleibt zu hoffen, dass dieses Kunstprojekt mehr Nachhaltigkeit entfaltet als seine Vorgänger. Und dass die selbsternannten "Verschönerer" von Betonwänden die Arbeit der jungen Menschen aus den beiden Projektwochen anerkennen und achten. Und vielleicht kann in einem weiteren Workshop auch die Seite zum Wiesenhügel neu gestaltet werden.