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OB Bausewein und MP Ramelow entfernen die rote Schleife. Kritisch beäugt von Attila

Schnatterinchen und Moppi in Erfurt aufgestellt

Ramelow gibt das Startzeichen für die "Inbesitznahme" durch die Kinder
Vier Herren und ein Hund: Ramelow, Bausewein und rechts Kulturdirektor Knoblich. An der Leine (nicht im Bild): Attila

Das war ein Termin zum Wohlfühlen: Gestern wurden zwei neue Figuren aus dem Kinderkanal in Erfurt aufgestellt. Schnatterinchen und Moppi, bekannt vom Sandmännchen, stehen jetzt hinter der Krämerbrücke, vor dem Augustiner-Biergarten. Und zu diesem Anlass gab sich First-Dog Attila die Ehre und führte sein Herrchen, Ministerpräsident Bodo Ramelow, zum Ort des Geschehens.

Nach ein paar einführenden Worten vom Erfurter Kulturdirektor Knoblich outete sich Ramelow als Sandmann-Fan und sagte mehrdeutig: „Die fünf Minuten vor dem Thüringen-Journal sind immer ein Genuss.“ Zumal es der Sandmann als einziger vom Osten in den Westen geschafft habe. Aus der DDR herübergerettet, sei er längst zu einer gemeinsamen Figur von Ost und West geworden. Wenn Bausewein ein mürrisches Brot vor der Tür habe, so „sitzt die Regierung hinter einem Drachen“ – an der Staatskanzlei in der Regierungsstraße wurde vor Jahren Tabaluga aufgestellt.

Nach einem Ententanz, aufgeführt von Kindern aus dem Kinderhaus an der schmalen Gera, wurden die roten Schleifen gelöst und die Figuren zunächst von Attila beschnüffelt und dann von den Kindern in Beschlag genommen.

Die beiden Figuren wurden vom Erfurter Metallgestalter Thomas Lindner und der Erfurter Bildhauerin Melanie Fieger. Beide haben insbesondere gegen potentiellen Vandalismus vorgesorgt: Im Inneren der Figuren steckt ein Metallgerüst, überzogen mit einem glasfasergebundenen Epoxidharz auf dessen sehr glatter Oberfläche sich eine mögliche Schmiererei gut entfernen lässt. Und der massiver Betonsockel sorgt hoffentlich dafür, dass die Figuren nicht umgestoßen oder weggeschleppt werden.