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Trauer um Ottomar Rothmann

Wie jetzt bekannt wurde, ist der ehemalige Buchenwaldhäftling und frühere stellvertretender Direktor der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald am 14. Dezember in Weimar gestorben.

Wie jetzt bekannt wurde, ist der ehemalige Buchenwaldhäftling und frühere stellvertretender Direktor der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald am 14. Dezember in Weimar gestorben.

„Wir trauern um einen der letzten Überlebenden des KZ-Buchenwald, der sein Leben der mahnenden Erinnerung an die Nazi-Barbarei gewidmet hat und dem Aufkommen von Neofaschismus und Rechtsextremismus entschieden entgegengetreten ist“, sagt André Blechschmidt, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.
„Der Blick in unsere Geschichte verpflichtet uns, alle Kraft gegen Neo-Nazis, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz in jeder Form einzusetzen“, zitiert Blechschmidt aus der Rede von Ottomar Rothmann anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Jahr 2012 im Thüringer Landtag.

Der am 6.12.1921 geborene Ottomar Rothmann war wegen der Verbreitung von Aufrufen zum Widerstand gegen Hitler und für die Beendigung des Krieges mehrfach von Polizei und Gestapo verhaftet und ohne rechtskräftiges Urteil im Konzentrationslager Buchenwald interniert worden. Dort arbeitete er in der illegalen Häftlingsorganisation mit. Nach der Befreiung war Ottomar Rothmann immer wieder Zeitzeuge und Gesprächspartner, von 1974 bis 1986 war stellvertretender Direktor der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 1986 blieb er der Gedenkstätte verbunden. Als Mitglied des Häftlingsbeirates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora beteiligte er sich an ihrer Arbeit. Besonders wichtig waren ihm die Zeitzeugengespräche mit Jugendlichen.
Im Oktober 2011 war ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Weimar verliehen worden.